Dienstag, 5. Juli 2016

Down Under = unten durch??

Liebe Alle

Nun haben wir es endlich geschafft und sind wohlauf, aber völlig erschöpft in Down Under angekommen. Bei der Ankunft haben wir uns natürlich auch den kältesten Tag seit 50 Jahren ausgesucht. Hinzu kommt natürlich noch die Müdigkeit vom Jetlag. Innerlich habe ich bestimmt das ganze Alphabet runter geflucht, warum ich meine Winterjacke nicht eingepackt habe. Das bringt jetzt aber in der aktuellen Situation auch nichts.... Nachdem wir in Singapore die Hitze genossen haben, fiel es uns umso schwerer mit der Kälte in Down Under umzugehen. Sowieso war es nicht so einfach mit all dem Gepäck einen Grosstaxi zu ergattern. Zeit und Geduld waren in diesem Moment gefragt.
Das Taxi hat uns dann in unsere B&B Unterkunft gebracht. Die Zwischenlösung, bis wir in unsere Wohnung am 1. Juli einziehen konnten. Die Unterkunft war in einer Villa, sehr gepflegt. Wir haben uns langsam angefangen einzurichten, erkundigten die Umgebung und schliefen noch etwas. Wir hatten einen Mords Jetlag (ehrlich gesagt auch jetzt noch.)
Die 1. Nacht verging wie im Flug, Julian hat ebenfalls sehr gut geschlafen und am Morgen wurden wir von Papageien geweckt. Wie schön ist es, so geweckt zu werden. Ja, es gibt hier wirklich freie Papageien, auch bei dem australischen Winter.
Den Tag über haben wir am wunderschönen Pier verbracht. Das Wetter war zum Glück auch wieder besser. Abends haben wir fein gekocht und den Abend zusammen genossen. Niemand ahnte, dass wenige Stunden später, Junkies in unser B&B einbrechen werden und sich mit Sachen aus dem Haus aus dem Staub machen werden. Für uns waren dies die bangsten Stunden des Lebens. Wir waren in unserem Zimmer quasi "eingefangen", da die Einbrecher durch jedes Zimmer gingen und wir Sie hörten. 2 der Einbrecher haben sich mit Diebesgut aus dem Staub gemacht und ein Einbrecher war im Nebenzimmer ständig zu hören. Im stillen riefen wir die Hausbesitzer sowie die Polizei an. Es war für uns der blanke Horror, da wir nie wussten ob der Typ vom Nebenzimmer auch noch in unser Zimmer kommen wurde.
Zum Glück kam die Polizei zeitnah, ohne Blaulicht und hat alle Fluchtwege abgesperrt. Alles kam uns wie in einem Film vor..... Der Typ wurde überwältigt, abgeführt und wir haben so schnell wir konnten unsere Sachen gepackt und sind mit dem bestellten Maxitaxi zu unserer Freundin Melly gefahren. Bei Melly durften wir netterweise bis zum Einzug in unsere Wohnung gastieren. Zu dem ganzen Vorfall möchten wir gar nicht näher eingehen, da wir immer noch unter Schock stehen und das Erlebte verarbeiten müssen. Zum Glück ist uns allen nichts passiert.

Wir sind sehr dankbar, dass wir bei Melly wohnen können und wir wieder Vertrauen in das Projekt Australien schöpfen können. Am nächsten Tag mussten wir noch auf die Polizeiwache um auszusagen. Generell hat uns der Vorfall in vielerlei Hinsicht einen Strich durch die Rechnung gemacht und nun versuchen wir wieder Kraft und Zuversicht zu tanken und uns auf den Einzug vorzubereiten. Bankkontos, Hausratversicherung und neue Handynummern so schnell wie möglich abzuschliessen. Immerhin waren wir bei diesen Punkten erfolgreich. Zu unserer Überraschung ging alles relativ einfach und mit bedeutend weniger bürokratischem Aufwand als in der Schweiz. Die Leute sind immer unheimlich freundlich, hilfsbereit und interessiert. Kleines Beispiel: Auf der Bank führte Julian den Angestellten sein Stimmorgan vor. Der Chef räumte für einen Moment sein Büro und ich durfte in seinem Büro stillen. Solange machte der Chef vor dem Büro Pause. So etwas ist mir in der Schweiz noch nie passiert....

Nun ist der Tag endlich da, wir dürfen in unser neues Zuhause einziehen. Voller Vorfreude treffen wir mit Sack und Pack am Abend bei der Familie Schneider ein. Familie Schneider hat in dem Apartment 1 Jahr gelebt und zieht nun an die Westküste, für ein weiteres Fellowship.
Am nächsten Morgen verabschiedeten wir uns von der Familie Schneider und da stehen wir als Familie Behrens im neuen Zuhause. Komisch und zugleich ein schönes Gefühl. Wir packten Julian sofort in den Kinderwagen und erkundeten die Umgebung. Allem voran natürlich das Meer und der Strand, welche in der Tat um die Ecke liegt. ca. 300Meter. Wir können es immer noch nicht fassen, dass wir nun so Nahe am Meer leben dürfen und ich jeden Tag mit Julian am Strand entlang spazieren darf. Leider ist hier momentan Winter aber zum Glück kommt der Sommer ja noch :)

In der Zwischenzeit haben wir uns auch ein Auto geleistet. Der liebe Ehemann hat eine super Wahl getroffen. Wir sind stolze Besitzer von einem Honda CR-V. Ohne Auto ist man hier relativ verloren und wir wollen ja im Januar/Februar noch auf Reisen gehen. Eventuell werden wir mit dem Auto herumreisen.

Julian macht jeden Tag unheimliche Fortschritte. Er brabbelt was das Zeugs hält, hat seine Füsse entdeckt und rollt sich in der Gegend herum. Nur schlafen will der kleine Prinz in der Nacht nicht und denkt sich wohl: Ich halte meine lieben Eltern gepflegt auf Trab, wer braucht denn schon schlaf? Naja irgendwann werden wir wohl bestimmt auch wieder eine Nacht voller Schlaf kriegen. Bis dahin träumen wir von dem geliebtem Schlaf...

Wir werden
weiterhin alles mögliche versuchen, damit Julian endlich wieder besser schläft. Tipps sind immer herzlich willkommen! Her damit :)

Wir wünschen Euch eine gute Zeit und bis bald.
FGJ
Ja, wir vermissen Dich!!




Julian hat seine Füsse am 29.6.2016 entdeckt :)




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